Die Pfarrkirche des Hl. Johannes des Täufers mit ihren drei Schiffen wurde 1736 erbaut. Der 25 Meter hohe Glockenturm mit zwei Glocken entstand 1837 aus den Steinen des zerstörten Benediktinerklosters des Hl. Michaels „unter der Erde“.
Von der Kirche aus spazieren wir kurz auf Asphalt, bevor wir einen breiten weißen Weg erreichen, der uns sanft in den Wald führt. Immer wieder öffnen sich dort eindrucksvolle Ausblicke auf die istrische Halbinsel. An klaren Tagen zeigt sich ein großer Teil der Westküste Istriens wie ein Panorama: Višnjan, Gedići, Tar/Vabriga, Poreč, Novigrad und das unbegrenzte Blau der Adria.
Der Weg bleibt breit und gut begehbar und bald erreichen wir die Parenzana – den „Weg der Gesundheit und Freundschaft“. Heute ein beliebter Wander- und Radweg, war die Parenzana einst eine lebenswichtige Schmalspurbahn, die von 1902 bis 1935 Triest und Poreč über 123 Kilometer verband.
Die Route führt weiter in den dichten Wald von Marviš und dann hinab in Richtung Kolumbera. Landwirtschaftliche Flächen, kleine Haine und Felder wechseln sich ab und verleihen diesem Abschnitt eine besonders angenehme, ländliche Atmosphäre. In der Nähe befinden sich auch die Überreste der Kirche des Hl. Michaels „unter der Erde“.
Nach einigen Kilometern auf breiten Wegen durch dichte Wälder kommen wir auf die Parenzana. Rund 2,5 Kilometer begleitet sie uns, bis wir die Höhle von Baredine erreichen – die berühmteste und meistbesuchte Höhle Istriens. Hier lohnt sich eine Pause in dem Café oder Restaurant machen, den Kinderspielplatz nutzen oder einfach die Natur und die Tierwelt rund um die Höhle genießen. Eine Besichtigung der Höhle selbst ist ebenfalls empfehlenswert.
Erfrischt treten wir den Rückweg nach Labinci an. Durch Wälder, Weinberge und Olivenhaine führt der Weg in leichtem, angenehmem Gelände mit nur sanften Anstiegen zurück nach Labinci. Schon von Weitem erkennt man den Kirchturm des Hl. Johannes des Täufers, der unsere Rundroute markiert und uns wieder an den Ausgangspunkt führt.